Ciudad de Oaxaca
Ich bin mittlerweile im Herzen von Oaxaca gelandet und wenn ich mir die Karte von Mexico anschaue bin ich in kurzer Zeit ganz schoen weit gekommen.
Bei meinem letzten Eintrag war ich in Zihuatanejo stehen geblieben – hier also ein kleine Zusammenfassung meiner Erlebnisse der letzten Tage. In Zihuatanejo war ich in einem kleinen suessen Hostal einer Kuenstlerin und weil ich so ziemlich der einzige Gast war (es ist unheimlich ruhig geworden hierzulande) hat mich Mali mitgenommen um ihren Vater auf der Isla Ixtapa zu besuchen. Dort haben wir den ganzen nachmittag an einem sehr schoenen Strand verbracht. Am naechsten Tag bin ich weiter nach Acapulco gefahren und habe es wie erwartet nicht wirklich gemocht. Ich empfand die Menschen als aufdringlich und unfreundlich. Das mag aber auch daran liegen, dass ich im Zentrum uebernachtet habe. Es gibt sicherlich schoenere Ecken von Acapulco. Es hat auf jeden Fall gereicht um mir den beruechtigten Sonnenuntergang anzuschauen und dann bin ich am naechsten morgen direkt weiter gefahren nach Oaxaca.
In Puerto Escondido habe ich 3 wunderschoene Tage verbracht. Die Straende sind fantastisch und es gibt einen Strand mit fast 5 Meter hohen Wellen. Ein wahrhaftes Spektakel. In Puerto Escondido habe ich Analia aus Argentinien kennengelernt und weil wir mehr oder weniger die gleiche Route geplant haben sind wir die naechsten Wochen gemeinsam unterwegs. Es ist zur Abwechslung toll nciht alleine unterwegs zu sein.
Wir sind nach Mazunte gefahren, einem kleinen Hippie-Dorf ein Stueck weiter suedlich von Puerto Escondido. Wir haben in einer Cabaña geschlafen, einer kleinen Huette ohne Fenster mit Blick auf die Bucht von Mazunte. Die Atmosphere dort ist wirklich nett, jeder gruesst jeden und das Leben verlaeuft um einiges langsamer als wir es gewohnt sind. Das ist aber auch kein Wunder bei der extremen Hitze. Gestern haben wir einen langen SPaziergang zur Punta Cometa gemacht mit spektakulaeren Ausblicken. Ich habe mir auch meinen ersten wirklichen Sonnenbrand geholt, aber zum Glueck waechst hier ueberall Aloe Vera und ich habe mich gut versorgt.
Als ich gestern abend von der Cabaña aus aufs Meer geschaut habe ist mir aufgefallen, dass es scheinbar viel Plankton gibt. Es hat etwas Ueberredungskunst gekostet Analia zu ueberzeugen die 207 Stufen zum Strand zu gehen zumal sie nicht wusste was sie erwartet. Schliesslich sind wir doch zum Strand runter und es war wirklich fantastisch. Riesige Wellen erhellt von blau-gruenem Neonlicht. Ueberall im Wasser hat es aufgeblitzt wenn ein grosser Fisch sich irgendwo bewegt hat. Ein faszinierendes Wunderwerk der Natur.
Heute morgen sind wir dann mit einem Minibus nach Oaxaca Stadt gefahren – 6 Stunden lang Serpentinen fahren geht ganz schoen auf den Magen. Aber wir haben es heil ueberstanden. Morgen wollten wir eigenlich nach Monte Alban, einer der bekanntesten archeologischen Staetten von Mexico aber leider sind alle oeffentlichen Einrichtungen nach wie vor geschlossen. Es heisst Monte Alban werde desinfiziert. Man stelle sich vor – Ruinen hoch oben auf einem Berg mit keiner Menschenseele. Mir bleibt es nur den Kopf zu schuetteln weil ich den Sinn dahinter nicht erkennen kann wie und vor allem WARUM man soetwas desinfizieren sollte.
Es ist schon wirklich ruhig geworden, die Touristen im Land bleiben weg, in den groesseren Staedten waren alle Schulen, Museen, Restaurants und Bars geschlossen. Angeblich sollte heute alles wieder oeffnen aber scheinbar doch nicht. Es ist traurig mit anzusehen aber so langsam erkenne ich die Ironie hinter dem ganzen. Es kursieren ja schon ganz wilde Geruechte. Ich hatte die Moeglichkeit mich in den letzten Tagen mit vielen Mexikanern zu unterhalten und bin mehr und mehr davon ueberzeugt, dass es sich bei der ganzen Sache um politische und wirtschaftlcihe Manipulation handelt. Hier wird in genau 2 Monaten gewaehlt, das Land hat grosse wirtschaftlcihe Engpaesse und hat nun natuerlich die Moeglichkeit internationale Gelder einzustreichen. Die Pharmaindustrie verdient wohl auch nicht so schlecht im Moment. Naja – es bleibt zu sagen es bilde sich jeder seine eigene Meinung. Schade nur dass soetwas immer auf dem Ruecken derer ausgetragen wird die keine Schuld trifft.
Aus meiner Perspektive kann ich nur sagen, dass es wirklich ruhig ist und kein grosses Risiko einer Infektion besteht wenn man gesunden Menschenverstand hat und halbwegs umsichtig ist (JULIA du weisst was ich damit sagen will). Mittlerweile sieht man auch kaum noch Menschen mit Mundschutz.
Schauen wir mal wie sich die Sache entwickelt aber ich finde es hoechst interessant, dass ich hier vor Ort sein darf und mir mein eigenes nicht allzusehr von den Medien gefaerbtes Bild machen kann…
Fotos gibt es LEIDER schon wieder nicht. Die Computer hier sind so veraltet, dass es hier anstatt USB ein Diskettenlaufwerk gibt. Ich werde demnaechst versuchen einen Schwung Bilder hochzuladen.
5 replies on “ein Lebenszeichen”
Liebe Anne, schön von dir zu lesen! und interessant, deine Meinung als “insider” zu erfahren…sehr bereichernd! Bei deinen Naturbeschreibungen bekomme ich auch Lust auf Strand, Kultur und neue Eindrücke!! Weiterhin eine schöne Reise.
Viele Grüße!! Jana
Liebe Anne,
hast uns ja lange zittern lassen, über eine Woche nichts gehoert, jetzt sind wir natuerlich wieder beruhigt.
Uebrigens, das Wohnzimmer ist fertig, lass Dich überraschen.
Viele Gruesse von Vati und Mutti
Hallo Schwesterherz!
Schoen wieder von dir zu lesen. Haben uns schon sorgen gemacht. Muss Jana zustimmen…wirklich gut auch mal aus anderer Sicht die Geschehnisse und Situation beschrieben zu bekommen. Hier wird naemlich wirklich viel Panik gemacht.
Sehr erfrischend und einladend sind wie immer deine Beschreibungen von Naturerlebnissen… kann man glatt neidisch werden ;-)!
weiterhin schoene Reise und pass auf dich auf!
Liebe Gruesse von allen
Liebste Anne,
schön mal wieder von dir zu lesen- ich freue mich schon sehr auf deine fotos !
bisou bisou-deine Anett
Liebe Anne,
schön endlich mal wieder was von dir zu lesen…. Deine Reise scheint ja wirklich von vorn bis hinten zu stimmen, das freut mich sehr, dir noch eine tolle Weiterreise und bis bald, Knutsch