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auf zu neuen Horizonten

Coban, Guatemala

Wie ihr seht habe ich mich endlich aus den Faengen der Insel befreien koennen, auch wenn es mir furchtbar schwer gefallen ist. Aber man kann ja leider nicht fuer ewig bleiben. Ich bin also am letzten Montag aufgebrochen Richtung Chetumal und von dort am naechsten morgen ueber Belize nach Flores in Gutaemala. In Belize habe ich leider nicht nochmal angehalten weil es beim letzten mal mein Budget gesprengt hat. Aber die Durhcreise war allemal interessant. Die Menschen in Belize scheinen einen recht schraegen Humor zu haben, zumindest entnehme ich das den Namen der Lokalitaeten. Die nehmen alles recht woertlich, dakommen zum Teil fantastische Namen zustande.

Mein erster Eindruck von Guatemala war sehr gut, die Menschen hier sind sehr lebensfroh und irgendwie niedlich. Alles hier ist ploetzlich kleiner. Die Haeuser, die Menschen, die Autos. Am ersten morgen bekamen wir auch glatt einen Eindruck davon was es heisst in einem dritte Welt Land zu sein. Kein Wasser, kein Strom und alle zucken nur mit den Schultern. Es kommt wenn es kommt. Von Flores bin ich nach Tikal gefahren – auf zu den naechsten Maya-Ruinen. Und diesmal hat es mir wirklich die Sprache verschlagen. Ich habe unterwegs zwei Amerikaner getroffen mit denen ich zusammen nach Tikal gefahren bin. Wir sind am nachmittag Richtung Tikal denn wenn man am nachmittag den (sehr teuren) Eintritt zahlt hat man die letzten 2 Stunden des abends und den naechsten Tag. Gegen 4 sind wir angekommen und haben irgendwann einen kleinen versteckten Weg durch den Dschungel genommen und nach einem langen Marsch sind wir bei einer Staette gelandet die noch nicht auf der Karte ist und gerade noch ausgegraben wird. Bis wir unseren Weg zurueck gefunden haben war das Gelaende offiziell geschlossen. Ich habe allerdings den einen Waerter bequatschen (und auch ein bisschen bestechen) koennen. So durften wir tatsaechlich einen spektakulaeren Sonnenuntergang von der hoechsten aller Maya-Pyramiden sehen und ein stilles Gewitter in weiter Ferne noch dazu. Unseren Rueckweg von circa einer Stunde haben wir in kompletter Dunkelheit zureuckgelegt. Ich sag nur unglaublich. Ich habe noch nie soviele Sterne gesehen, der Mond sah auch sehr interessant aus und das alles inmitten der Ruinen. Das vermag man garnicht in Worten beschreiben. Pure Energie, Magie. Wir haben dann direkt vor den Toren der Ruinen in Haengematten geschlafen in netter Gesellschaft zahlreicher Skorpione und naechtlichem Affengebruell. Affen gab es wirklich sehr sehr viele in Tikal.

Mittlerweile bin ich in hoeheren Gefilden und zum ersten mal seit ueber einem Monat der tropischen Hitze entflohen. So eine kleine Abkuehlung zwischendurch ist garnicht verkehrt. Die vielen hundert Mueckenstiche sind gelegentlichen Spinnenbissen gewichen. Aber glaubt mir die sind mir allemal lieber. Es gab einen Punkt da hatte ich 18 Mueckenstiche allein an meiner rechten Hand – ihr macht die Hochrechnung. Hier in Coban war heute ein Halbmarathon und deshalbdas ganze Wochenende etwas los. So ein Guatemaltequisches Volksfest hat auf jeden Fall estwas fuer sich. Ach – und bevor ich es vergesse – gestern habe ich Churrasco gegessen und ob ihr es glaubt oder nicht es hat ganz genauso wie unser gutes Thueringer Rostbraetel geschmeckt. Es hat einen kleinen Anflug von Heimweh geweckt, allerdings sind das immer nur ganz kurze Phasen die schnell wieder weichen. Ich bin nun seit 3 Monaten unterwegs, es geht mir gut und ich bin nach wie vor neugierig. Jetzt werde ich erstmal schauen was in Honduras los ist, habe da so ein paar Geruechte gehoert – vielleicht muss ich ja schon wieder mal meine Route aendern….

3 replies on “auf zu neuen Horizonten”

Hallo Anne,

habe mich nochmal aufgeschlaut, wie es dir so in SA geht. Schön zu lesen was du alles erlebst, da kommt nur dummerweise Fernweh auf.

Viel Glück auf deiner weiteren Reise!

Grüße aus Köln,
Markus

Hi Anne,

auch von meiner Seite Dankeschön für die neuen Berichte, klingt wiedermal sehr spannend alles! Lust auf Argentinien Ende Oktober? 🙂

Viele Grüße und bis bald!

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