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und noch einmal…

Mein letzter Eintrag wurde leider vom Server geschluckt. Also werde ich hier noch einmal die Kurzfassung schreiben.

Ich bin seit letzter Woche Montag in Buenos Aires. Ich habe hier einen neuen Job bei Puma angefangen und bin fuer die lokale Produktion verantwortlich, das heisst fuer die Entwicklung und Qualitaetskontrolle. Im Grunde genommen uebernehme ich hier das Arbeitsvolumen von 4 Leuten, aber in Zeiten der Krise muss man eben Geld sparen 😉

Bisher macht es Spass wenn auch viele Sachen noch ungeklaert sind und meine Chefin nicht vor Ort ist. Ich bin und werde hier in Argentinien auf mich allein gestellt sein. An die Arbeitsweise muss ich mich noch gewoehnen denn vieles wird per Handschlag vereinbart und Momententscheidungen liegen ganz allein in meiner Hand. Aber das kann ja auch von Vorteil sein, dann macheich eben das was mir besser gefaellt 🙂

Ab Montag habe ich dann auch ein nettes kleines Zimmer mit gewissem Outdoor-Feeling. Ich werde ein paar Fotos nachreichen, dann wisst ihr was ich meine.

In meinem letzten Eintrag hatte ich auch einen Bericht ueber meinen letzten Monat auf Reisen in Guatemala und El Salvador. Das werde ich jetzt nicht wiederholen, die Fotos muessen reichen…

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kurzes update…

Ein dickes fettes Entschuldigung fuer meine spaerlichen Updates im Moment aber ich komme so gut wie nie ins Internet. Guatemala war toll, ich habe viel gesehen und erlebt und tolle Leute kennengelernt und bin mittlerweile in El Salvador gelandet,  habe schon zwei Vulkane bestiegen und geniesse die Zeit.

Ich hoffe ich komme demnaechst dazu mal wieder ausfuehrlich zu berichten, fuer den Moment wollte ich nur ein kurzes Lebenszeichen da lassen.

ganz liebe Gruesse!

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auf zu neuen Horizonten

Coban, Guatemala

Wie ihr seht habe ich mich endlich aus den Faengen der Insel befreien koennen, auch wenn es mir furchtbar schwer gefallen ist. Aber man kann ja leider nicht fuer ewig bleiben. Ich bin also am letzten Montag aufgebrochen Richtung Chetumal und von dort am naechsten morgen ueber Belize nach Flores in Gutaemala. In Belize habe ich leider nicht nochmal angehalten weil es beim letzten mal mein Budget gesprengt hat. Aber die Durhcreise war allemal interessant. Die Menschen in Belize scheinen einen recht schraegen Humor zu haben, zumindest entnehme ich das den Namen der Lokalitaeten. Die nehmen alles recht woertlich, dakommen zum Teil fantastische Namen zustande.

Mein erster Eindruck von Guatemala war sehr gut, die Menschen hier sind sehr lebensfroh und irgendwie niedlich. Alles hier ist ploetzlich kleiner. Die Haeuser, die Menschen, die Autos. Am ersten morgen bekamen wir auch glatt einen Eindruck davon was es heisst in einem dritte Welt Land zu sein. Kein Wasser, kein Strom und alle zucken nur mit den Schultern. Es kommt wenn es kommt. Von Flores bin ich nach Tikal gefahren – auf zu den naechsten Maya-Ruinen. Und diesmal hat es mir wirklich die Sprache verschlagen. Ich habe unterwegs zwei Amerikaner getroffen mit denen ich zusammen nach Tikal gefahren bin. Wir sind am nachmittag Richtung Tikal denn wenn man am nachmittag den (sehr teuren) Eintritt zahlt hat man die letzten 2 Stunden des abends und den naechsten Tag. Gegen 4 sind wir angekommen und haben irgendwann einen kleinen versteckten Weg durch den Dschungel genommen und nach einem langen Marsch sind wir bei einer Staette gelandet die noch nicht auf der Karte ist und gerade noch ausgegraben wird. Bis wir unseren Weg zurueck gefunden haben war das Gelaende offiziell geschlossen. Ich habe allerdings den einen Waerter bequatschen (und auch ein bisschen bestechen) koennen. So durften wir tatsaechlich einen spektakulaeren Sonnenuntergang von der hoechsten aller Maya-Pyramiden sehen und ein stilles Gewitter in weiter Ferne noch dazu. Unseren Rueckweg von circa einer Stunde haben wir in kompletter Dunkelheit zureuckgelegt. Ich sag nur unglaublich. Ich habe noch nie soviele Sterne gesehen, der Mond sah auch sehr interessant aus und das alles inmitten der Ruinen. Das vermag man garnicht in Worten beschreiben. Pure Energie, Magie. Wir haben dann direkt vor den Toren der Ruinen in Haengematten geschlafen in netter Gesellschaft zahlreicher Skorpione und naechtlichem Affengebruell. Affen gab es wirklich sehr sehr viele in Tikal.

Mittlerweile bin ich in hoeheren Gefilden und zum ersten mal seit ueber einem Monat der tropischen Hitze entflohen. So eine kleine Abkuehlung zwischendurch ist garnicht verkehrt. Die vielen hundert Mueckenstiche sind gelegentlichen Spinnenbissen gewichen. Aber glaubt mir die sind mir allemal lieber. Es gab einen Punkt da hatte ich 18 Mueckenstiche allein an meiner rechten Hand – ihr macht die Hochrechnung. Hier in Coban war heute ein Halbmarathon und deshalbdas ganze Wochenende etwas los. So ein Guatemaltequisches Volksfest hat auf jeden Fall estwas fuer sich. Ach – und bevor ich es vergesse – gestern habe ich Churrasco gegessen und ob ihr es glaubt oder nicht es hat ganz genauso wie unser gutes Thueringer Rostbraetel geschmeckt. Es hat einen kleinen Anflug von Heimweh geweckt, allerdings sind das immer nur ganz kurze Phasen die schnell wieder weichen. Ich bin nun seit 3 Monaten unterwegs, es geht mir gut und ich bin nach wie vor neugierig. Jetzt werde ich erstmal schauen was in Honduras los ist, habe da so ein paar Geruechte gehoert – vielleicht muss ich ja schon wieder mal meine Route aendern….

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das liebe Lotterleben

schon wieder und immernoch Isla Mujeres…

Diesmal hab ich mir ganz schoen Zeit gelassen die Seite auf den neuesten Stand zu bringen, aber man hat ja auch nicht immer Lust sich bei schoenstem Wetter an den Computer zu setzen. Die 3 Wochen mit Julia sind wie im Flug vergangen und wir haben viel gesehen und erlebt. Nachdem wir noch ein paar Tage auf der Insel waren sind wir nach Valladolid und von dort aus am naechsten Tag zu den Ruinen von Chichen Itza. Die haben mich ehrlich gesagt nicht so sehr beeindruckt, mag aber auch daran gelegen haben, dass wir ein wenig unmotiviert umhergelaufen sind denn es war unglaublich heiss. Wir sind von dort aus dann direkt weiter nach Merida, konnten aber eigentlich garnichts machen wegen der Hitze. Es waren satte 45 Grad, angeblich der heisseste Tag in der Geschichte Meridas. Von dort aus sind wir uebernacht nach Chetumal gefahren und dann nach Belize. Zuerst waren wir ein paar Stunden in San Pedro, oder wie Madonna es nannte – la isla bonita 🙂 und spaeter ging es nach Caye Caulker, einer kleinen Insel mit bunten Holzhaeuschen und einem Korallenriff direkt vor der Haustuer. Wir waren natuerlich schnorcheln, alles andere waere frevelhaft. Die Unterwasserwelt von Belize ist unglaublich beeindruckend. Wir haben mit Haien, Rochen und riesigen bunten Fischen geschnorchelt und eine Schildkroete und eine gruene Moraene haben wir auch gesehen. Wir sind nur 3 Tage in Belize geblieben weil es leider verhaeltnismaessig teuer war. Aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall denn kulturell ist es etwas ganz anderes als Mexico.

Nachdem wir dann von Belize City mit einem klapprigen Bus nach Chetumal gefahren sind ging es dann direkt weiter nach Bacalar wo es einen unglaublich blauen See gibt. Dort haben wir auch zwei Spanier und einen Mexikaner kennengelernt denen wir uns kurzer Hand angeschlossen haben. Sie hatten zum Glueck ein Auto und so konnten wir einige Sachen sehen wo man sonst nicht so leicht hinkommt – wie zum Beispiel die Ruinen von X-Putil und Kohunlich. Es ist wirklich unglaublich wie viele Mayaruinen es hier ueberall gibt. Zum Teil gibt es riesige Steinhaufen entlang der Strassen und das sind alles Ruinen die noch nicht freigelegt wurden. Man merkt erst so nach und nach was fuer eine grossartige Kultur die Mayas gehabt haben muessen.

Ein paar Tage waren wir auch noch in Tulum und haben zu fuenft in einer kleinen Holzhuette direkt am Strand verbracht und hatten Glueck, dass Vollmond war denn es war der perfekte Ort dafuer.Wir waren einen nachmittag auch in der Gran Cenote, einer der groessten Grotten auf Yucatan. Hier gibt es ueberall unterirdische Suesswassergrotten. Ich glaube die Gran Cenote war fuer mich einer der beeindruckensten Orte in ganz Mexico. Das Wasser war azulblau und kristallklar und angenehm kuehl, etwas das man zu schaetzen weiss denn das Meer hat hier Badewannentemperatur. Es gab viele Fische und man konnte beim schnorcheln vage erahnen, wie weit und verzweigt es da noch nach unten geht. Tauchen muss hier faszinierend sein, aber da haette ich glaube ich grossen Respekt vor.

Nun bin ich zurueck auf der Insel und kann mich im Moment noch nicht aufraffen weiterzuziehen. Ich habe den Eindruck, dass mein Leben gerade ganz schoen im Umbruch ist. Ich habe viel Zeit zum nachdenken und geniesse einfach das Inselleben – den ganzen Tag barfuss und leichtbekleidet umherziehen, die Nacht zum Tag machen denn die Temperaturen sind nachts angenehmer, mindestens eine Siesta am Tag und so langsam wird man auch an jeder Ecke von den Inselbewohnern gegruesst. Das Leben kann schon ganz schoen hart sein 😉

Desweiteren lerne ich hier jeden Tag dazu. Ich kann mittlerweile schon ein paar Akorde auf der Gitarre spielen. Die drei Maedels aus Griechenland machen ganz tollen Schmuck und da habe ich auch schon das ein oder andere mal ueber die Schulter geschaut. Man trifft hier auf faszinierende Lebenskonzepte und es ist toll zu beobachten, dass es eben auch anders geht. Ich kann es euch schlecht erklaeren aber es passiert auf jeden Fall im Moment einiges in meinem Geist.

Hier noch ein paar Fotos, damit auch ja kein Neid aufkommt 😉

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Paradise found…

Isla Mujeres, Quintana Roo

Ich bin seit ein paar Tagen im Paradies gelandet, von daher tue ich mich schwer Zeit am Computer zu verbringen 🙂

Die letzten Tage in San Cristobal waren sehr ereignis- und aufschlussreich. Am Montag haben wir einen Ausflug zum Sumidero Canyon gemacht. Das ist eine Schlucht wo am hoechsten Punkt die Felswaende 1000m in die Hoehe ragen. Unten ist ein Stausee mit allerhand Krokodilen, die sich faul in der Sonne raekeln. Es war ein toller Ausflug und es ist echt extrem wie sich hier die Temperatur innerhalb von ein paar hundert Metern Hoehenunterschied aendert. Hier hat die Regenzeit eingesetzt, das heisst es regnet jeden nachmittag, manchmal hagelt es auch. Die Aktivitaeten beschraenken sich somit auf den vormittag. Ich habe Analia davon ueberzeugen koennen mit mir nach Oventik zu fahren, das ist eine Zapatista Gemeinde, also eine unabhaengige Zelle der EZLN. Ich wollte es einfach gerne mal kennenlernen und habe einen eher negativen Eindruck bekommen. Wir sind also nach Oventik gefahren, am Eingangstor wurden wir von einem maskierten Mann nach unseren Ausweisen gefragt und uns wurde Einlass gewaehrt. Danach mussten wir in eine Huette, vor uns 4 maskierte Maenner, die uns allerhand dumme Fragen gestellt haben. Danach mussten wir zur ´Junta´um eine Fotoerlaubnis einzuholen. Noch mehr Maskierte, noch mehr dumme Fragen. Eine der Damen hat uns dann ein bisschen ueber Oventik erzaehlt. Wirklich aufschlussreich war es nicht gerade, man hat fast den Eindruck gewonnen die wissen selbst nicht wirklich was sie da machen. Wir kamen uns vor wie im Zirkus, denn die Maskierung dient wohl eher einer Show als alles andere. Aber ein bisschen mulmig ist einem schon, denn schliesslich waren wir in einer Guerillazone und ich musste mir das Lachen ernsthaft verkneifen, schliesslich weiss man nicht wie die reagieren. Ich muss ihnen zugestehen, dass die Zapatistabewegung eine Verbesserung der Lebensqualitaet der indigenen Bevoelkerung gebracht hat, denn vor 15 Jahren gab es viel Presserummel und die Mexikanische Regierung war im Zugzwang. Heute ist wenigstens die Diskriminierung der Indigenas nicht mehr so wie einst und Strassen wurden auch gebaut. Und die Malerien auf den Huettenwaren auch beeindruckend. Aber was die Guerilla heute macht, das habe ich nicht erkennen koennen. Naja, ich bin froh dort gewesen zu sein, denn ich konnte mir meine eigene Meinung bilden und werde mich von der gloreichen Zapatista Propaganda nicht blenden lassen.

Am Tag darauf waren wir in 2 Maya Doerfern die die urspruengliche Kultur noch halbwegs praktizieren. Es war eine beeindruckende Erfahrung und ich habe viel ueber die Denkweise, Kultur und Schamanismus erfahren. Auch wenn die meissten Mayas mittlerweile Katholiken sind und Coca Cola als heiliges Getraenk erkoren haben, finde ich es toll, dass es solche Kulturen noch gibt und sie zumindest eine gewisse Urspruenglichkeit bewahrt haben.

Wir sind dann weiter nach Palenque zu den beruehmten Maya Ruinen. Dort haben wir in einem Ort names Panchal uebernachtet. Man koennte es recht gut als eine Art Dschungelcamp bezeichnen denn es waren winzige Huetten mitten im Urwald, Duschen im Freien und man ist auf Tuchfuehlung mit der hiesigen Fauna gekommen. In dem ´Camp´ waren allerhand sehr alternative Leute, hauptsaechlich Musiker und es gab jeden Abend Live Musik. Es konnte jeder der wollte auf die Buehne und es war ein interessanter Mix aus Reggae, Ska und Cumbia. Es wurde viel getanzt, es hat eigentlich nur noch das Lagerfeuer in der Mitte gefehlt um das Cliché zu erfuellen 😉

Die Ruinen von Palenque waren sehr beeindruckend. Es sind zahlreiche Pyramiden umzingelt von dichtem Urwald. Ganz in der Naehe haben wir auch einen Wasserfall endeckt in dem man baden konnte. Uebersetzt heisst der Ort ´Koeniginnenbad´und wir haben uns wirklich wie Koeniginnen gefuehlt, denn es war ein sehr spezieller Ort. An einem vormittag haben wir ploetzlich lautes Geschrei hoch oben in den Baeumen gehoert und prompt eine kleine Affenfamilie gesehen. Toll!

Nach 3 sehr schoenen Tagen sind wir mit einem schrecklichen Bus ueber Nacht nach Cancún gefahren. Es war die schlimmste Busfahrt meines Lebens. Wir haben uns fuer die guentigere Variante entschieden (hier gibt es immer Busse erster und zweiter Klasse). Analía meinte noch im Scherz wir werden mit Huehnern reisen fuer den Preis und es hat tatsaechlich nicht viel gefehlt. Zumindest hat es gestunken wie im Viehstall. Aber was solls, was beschwere ich mich. Wenn ich guenstig reisen will, muss ich mich mit solchen Sachen abfinden und mir ein Laecheln bewahren – aber 14 Stunden waren durchaus eine Tortur.

Von Cancún bin ich direkt mit dem Boot auf die Isla Mujeres gefahren und bin total geblendet vor Schoenheit. Es ist schon fast absurd, dass es socleh Orte ueberhaupt gibt. Es sieht hier aus wie auf den verboten schoenen Bildschirmschonern. Das Hostel ist super angenehm und ein sehr interessantert Mix von Leuten. Es gibt viele Argentinier die hier schon fast dauerhaft leben und zusammen mit ein paar Maedels aus Griechenland und einem Jamaikaner musizieren. Ich habe definitv meine grosse Liebe zu handgemachter Musik entdeckt und vorgestern angefangen Gitarre zu lernen. Nich einfach und definitiv eine Sache die sehr sehr viel Uebung und Geduld bedarf. Aber ich habe mir vorgenommen es so lange zu probieren bis es halbwegs klappt. Morgen fahre ich zurueck nach Cancún und werde Julia von Flughafen abholen. Wir werden dann gemeinsam die naechsten 3 Wochen die Halbinsel erkunden – ich freu mich drauf. Mit Freunden unterwegs sein ist zur Abwechslung auch mal schoen, auch wenn ich die letzten Wochen ja stets Begleitung hatte.

Fotos hochladen hat heute leider wegen der YTechnik nicht geklappt, aber ich will euch ja auch nicht allzu neidisch machen haha. Ich probieren morgen nochmal mein Glueck…

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eine kleine Abkuehlung

San Cristobal de las Casas, Chiapas

In Oaxaca waren wir in einem kleinen Dorf namens Teotitlan de los Valles wo es viele Teppichweber gibt. Es ist schon wirklich beeindruckend wie begabt manche Leute sind. Am naechsten Tag hatte ich endlich die Chance Monte Alban zu besuchen. Es ist ein Komplex von Ruinen hoch oben auf einem Berg aber nach 2 Stunden fuehlt man sich wie in einem Backofen. Am Abend hat es dann geregnet, es war eine willkommene Abkuehlung. Es war auch der erste Regen seit Beginn meiner Reise.

Analia und ich haben dann den Nachtbus nach San Cristobal genommen. Nachdem wir den Isthmus ueberquert haben, die imaginaere Grenze zwischen Nord- und Mittelmamerika, sind wir nun in tropischen Gefilden. San Cristobal ist die Hochburg der Zapatista Revolution. Hier hat Gerneral Marcos der ELZN 1994 den unbewaffneten Krieg fuer die Verbesserung der Lebensqualitaet der indigenen Bevoelkerung ausgerufen. Es ist ein suesses Staedtchen. Die Strassen sind gepflaster und die Haeuser in allerlei Farben und Formen. Wir befinden uns auf 2100m Hoehe und man merkt den Temperaturunterschied sehr deutlich. Ein Grossteil der Bevoelkerung nsind Nachkommen der Mayas. Es ist wirklich ein interessanter Mix und ueberall wird beeinduckendes Kunsthandwerk verkauft. Ich denke ich werde noch ein paar Tage hier bleiben weil es in der Gegend noch viel zu sehen gibt.

Hier sind endlich auch ein paar Fotos der letzten Wochen. Ach und meiner Mama wunesche ich einen tollen Muttertag! Danke, dass du mir dieses tolle Leben geschenkt hast 🙂

P.S.: die Fotos scheinen komisch formatiert. Am besten anklicken und dann nochmal anklicken und warten bis es sich geladen hat…

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ein Lebenszeichen

Ciudad de Oaxaca

Ich bin mittlerweile im Herzen von Oaxaca gelandet und wenn ich mir die Karte von Mexico anschaue bin ich in kurzer Zeit ganz schoen weit gekommen.

Bei meinem letzten Eintrag war ich in Zihuatanejo stehen geblieben – hier also ein kleine Zusammenfassung meiner Erlebnisse der letzten Tage. In Zihuatanejo war ich in einem kleinen suessen Hostal einer Kuenstlerin und weil ich so ziemlich der einzige Gast war (es ist unheimlich ruhig geworden hierzulande) hat mich Mali mitgenommen um ihren Vater auf der Isla Ixtapa zu besuchen. Dort haben wir den ganzen nachmittag an einem sehr schoenen Strand verbracht. Am naechsten Tag bin ich weiter nach Acapulco gefahren und habe es wie erwartet nicht wirklich gemocht. Ich empfand die Menschen als aufdringlich und unfreundlich. Das mag aber  auch daran liegen, dass ich im Zentrum uebernachtet habe. Es gibt sicherlich schoenere Ecken von Acapulco. Es hat auf jeden Fall gereicht um mir den beruechtigten Sonnenuntergang anzuschauen und dann bin ich am naechsten morgen direkt weiter gefahren nach Oaxaca.

In Puerto Escondido habe ich 3 wunderschoene Tage verbracht. Die Straende sind fantastisch und es gibt einen Strand mit fast 5 Meter hohen Wellen. Ein wahrhaftes Spektakel. In Puerto Escondido habe ich Analia aus Argentinien kennengelernt und weil wir mehr oder weniger die gleiche Route geplant haben sind wir die naechsten Wochen gemeinsam unterwegs. Es ist zur Abwechslung toll nciht alleine unterwegs zu sein.

Wir sind nach Mazunte gefahren, einem kleinen Hippie-Dorf ein Stueck weiter suedlich von Puerto Escondido. Wir haben in einer Cabaña geschlafen, einer kleinen Huette ohne Fenster mit Blick auf die Bucht von Mazunte. Die Atmosphere dort ist wirklich nett, jeder gruesst jeden und das Leben verlaeuft um einiges langsamer als wir es gewohnt sind. Das ist aber auch kein Wunder bei der extremen Hitze. Gestern haben wir einen langen SPaziergang zur Punta Cometa gemacht mit spektakulaeren Ausblicken. Ich habe mir auch meinen ersten wirklichen Sonnenbrand geholt, aber zum Glueck waechst hier ueberall Aloe Vera und ich habe mich gut versorgt.

Als ich gestern abend von der Cabaña aus aufs Meer geschaut habe ist mir aufgefallen, dass es scheinbar viel Plankton gibt. Es hat etwas Ueberredungskunst gekostet Analia zu ueberzeugen die 207 Stufen zum Strand zu gehen zumal sie nicht wusste was sie erwartet. Schliesslich sind wir doch zum Strand runter und es war wirklich fantastisch. Riesige Wellen erhellt von blau-gruenem Neonlicht. Ueberall im Wasser hat es aufgeblitzt wenn ein grosser Fisch sich irgendwo bewegt hat. Ein faszinierendes Wunderwerk der Natur.

Heute morgen sind wir dann mit einem Minibus nach Oaxaca Stadt gefahren – 6 Stunden lang Serpentinen fahren geht ganz schoen auf den Magen. Aber wir haben es heil ueberstanden. Morgen wollten wir eigenlich nach Monte Alban, einer der bekanntesten archeologischen Staetten von Mexico aber leider sind alle oeffentlichen Einrichtungen nach wie vor geschlossen. Es heisst Monte Alban werde desinfiziert. Man stelle sich vor – Ruinen hoch oben auf einem Berg mit keiner Menschenseele. Mir bleibt es nur den Kopf zu schuetteln weil ich den Sinn dahinter nicht erkennen kann wie und vor allem WARUM man soetwas desinfizieren sollte.

Es ist schon wirklich ruhig geworden, die Touristen im Land bleiben weg, in den groesseren Staedten waren alle Schulen, Museen, Restaurants und Bars geschlossen. Angeblich sollte heute alles wieder oeffnen aber scheinbar doch nicht. Es ist traurig mit anzusehen aber so langsam erkenne ich die Ironie hinter dem ganzen. Es kursieren ja schon ganz wilde Geruechte. Ich hatte die Moeglichkeit mich in den letzten Tagen mit vielen Mexikanern zu unterhalten und bin mehr und mehr davon ueberzeugt, dass es sich bei der ganzen Sache um politische und wirtschaftlcihe Manipulation handelt. Hier wird in genau 2 Monaten gewaehlt, das Land hat grosse wirtschaftlcihe Engpaesse und hat nun natuerlich die Moeglichkeit internationale Gelder einzustreichen. Die Pharmaindustrie verdient wohl auch nicht so schlecht im Moment. Naja – es bleibt zu sagen es bilde sich jeder seine eigene Meinung. Schade nur dass soetwas immer auf dem Ruecken derer ausgetragen wird die keine Schuld trifft.

Aus meiner Perspektive kann ich nur sagen, dass es wirklich ruhig ist und kein grosses Risiko einer Infektion besteht wenn man gesunden Menschenverstand hat und halbwegs umsichtig ist (JULIA du weisst was ich damit sagen will). Mittlerweile sieht man auch kaum noch Menschen mit Mundschutz.

Schauen wir mal wie sich die Sache entwickelt aber ich finde es hoechst interessant, dass ich hier vor Ort sein darf und mir mein eigenes nicht allzusehr von den Medien gefaerbtes Bild machen kann…

Fotos gibt es LEIDER schon wieder nicht. Die Computer hier sind so veraltet, dass es hier anstatt USB ein Diskettenlaufwerk gibt. Ich werde demnaechst versuchen einen Schwung Bilder hochzuladen.

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Mittendrin statt nur dabei…

Zihuatanejo, Guerrero

So, jetzt habe ich euch schon fast eine Woche zappeln lassen. Das ist aber im Allgemeinen ein Zeichen, dass es mir gut geht. Wo fange ich an – ach ja. Ich bin also nach Manzanillo gefahren und bin dort in einem super angenehmen Hostel gelandet. Es sind 2 Kanadier die die Kaelte satt hatten und ihr Leben nun mit Leuten aus aller Welt teilen. Wirklich ein sehr familiaerer, geselliger Ort mit Pool und der Strand ist auch nicht weit weg. Einige Leute sind dort schon versackt und anstatt ein paar Tagen ein paar Wochen geblieben. Es war ein perfekter Ort fuer meinen Geburtstag und es war wirklich schoen einfach mal abzuschalten nach den letzten Wochen intensiver Reisen.

Urspruenglich hatte ich vor ueber Patzcuaro und Morelia direkt nach Mexico City zu fahren. Da aber das gesamte oeffentliche Leben lahm liegt und ich keinen Grund habe nach MC zu fahren wenn saemtliche Museen geschlossen sind habe ich kurzerhand meine Route ueber den Haufen geworfen. Stattdessen bin ich gestern der Kueste von Michoacan entlang gefahren. Ein super schoenes Fleckchen mit vielen kleinen Buchten, Straenden, Felsen und riesigen Mango, Papaya und Kokosplantagen. Ich hatte mich schon gewundert warum fast alle Obst- und Eiscremelaeden hier La Michoacana heissen. Jetzt verstehe ich warum, man fuehlt sich wie im Mangoland.

Mittlerweile bin ich in Zihuatanejo gelandet, ein recht kleiner Ort mit schoenen Straenden und es ist sehr ruhig. Ich werde also der Kueste entlang ueber Acapulco bis nach Oaxaca reisen. Schade, ich haette Mexico City echt gerne kennengelernt. Aber es passiert ja alles aus einem Grund und jetzt bin ich hier und wer weiss was mich erwartet 😉 Ist sicherlich keine schlechte Idee die grossen Stadte zu vermeiden – obwohl ich das Gefuehl habe ihr kriegt alle mehr mit von dieser Schweinegrippe als meinereins. Sicherlich, man sieht hier und da Leute mit Mundschutz, lass es vielleicht jeder 15te sein. Gestern im Bus kam eine Mitarbeiterin des Gesundheitsministeriums zu uns um uns die Symptome zu erklaeren und meinte es kann jeder immer und ueberall ins Krankenhaus bei Verdacht. Aber abgesehen davon ist alles sehr ruhig. Es hat im uebrigen wohl nicht viel mit Schweinefleisch an sich zu tun sondern uebertraegt sich wie eine Grippe von Mensch zu Mensch. Soweit ich weiss ist es der erste Erreger der die Bruecke zwischen Gefluegel, Schwein und Mensch geschafft hat. Wie war das nochmal – wenn Schweine erstmal fliegen koennen? Ich weiss man sollte nicht scherzen aber irgendwie laesst es mich trotzdem schmunzeln.

Naja seid auf jeden Fall gewiss, dass es mir bestens geht, ich kaum Fremde um mich herum habe bzw keinerlei Menschenmassen, ich wasche mir sehr regelmaessig die Haende und koche mein eigenes (vegetarisches) Essen. Ich sollte der Geschichte also heil entkommen 😉

Ich denke es wird auch oft genug Panik gemacht um von anderen Sachen abzulenken. Hier redet ploetzlich kein Mensch mehr von dem Drogenkrieg der das Land in Atem haelt (von dem ich im uebrigen auch nichts mitbekomme).

Soviel erstmal von meiner Seite, ich versuche mich ab und an zu melden, aber macht euch bitte nicht uebermaessig Sorgen. Wenn ich merke, dass es mir nicht gut geht, gehe ich einfach zum Arzt. Fotos gibt es diesmal leider auch wieder nicht, dass mit den USB Anschluessen ist hier immer nicht ganz so einfach.

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mit jeden Kilometer ein Stueck waermer…

Guadalajara, Jalisco

Nachdem ich 2 schoene Tage in Zapatecas verbracht habe, bin ich nach Guanajuato weitergefahren. Die Stadt ist noch viel schoener als Zapatecas und hat den Titel Unesco Kulturerbe redlich verdient. Viele bunte Kolonialhaeuser die sich die Berge entlanghangeln, kleine Parks mit Springbrunnen und ein unterirdisches System aus Strassen und Gehwegen. Es hat etwas mystisches.

Mittlerweile bin ich in Guadalajara gelandet, der zweitgroessten Stadt Mexicos. Nach den vielen Provinznestern fuehlt es sich gut an mal wieder ein bisschen cosmopolitisches Flair zu erhaschen. Ich war schon im regionalen Muesum wo es allerhand indigene Kunst und Kultur zu bestaunen gab und ich bin stundenlang durch die Stadt gelaufen. Ich war vorgestern auch erstmal auf dem lokalen Markt und habe mich mit Obst und Gemuese eingedeckt. Herrlich. Allerdings dankt es mir mein Magen und hat mir einen Strich durch die Tagesplanung gemacht. Also bleibe ich lieber im Hostel und pflege mich mit Wasser, Schlaf und Cola. Es ist ausserdem tierisch heiss und ich merke die Praesenz der ersten Muecken – das wird ab jetzt gen Sueden wohl rapide schlimmer werden und da muss ich dann wohl durch.

Morgen gehts nach Manzanillo weil ich mir dachte, dass das Meer keine schlechte Option ist um meinen Geburtstag zu feiern 🙂

Liebe Gruesse an euch daheim!

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Endlich angekommen

 

Zacatecas

Seit gestern abend fuehlt es sich tatsaechlich an wie Mexico. Ich bin in Zacatecas, einer wirklich niedlichen Kolonialstadt. Ich bin in einem sehr netten und guenstigen Hostel gelandet und habe gestern abend eine Gruppe junger Mexikaner kennengelernt. Wir sind auch prompt in einer Bar gelandet und ich habe meinen mexikanischen Wortschatz erweitern koennen. Mir wurde mittlerweile naemlich schon oft gesagt, dass ich einen sehr kolumbianischen Akzent habe also sind alle bemueht mir die hiesigen Woerter beizubringen :) 

Ab jetzt geht es auch in kleineren Schritten voran. So extrem lange Busfahrten werde ich mir fuer eine Weile nicht mehr antun. Hier noch ein paar Fotos die ich mit euch teilen wollte, beim letzten Mal ging das nicht.